The Waving Cat - 'cause it's good luck AND shiny plastic

This is a first test on what you can do with Jimdo. From what I've seen during the first 5 minutes, I have to admit: I'm impressed! Keep it up, Jimdo!


Stay tuned!


 

 


Mi

30

Apr

2008

Jimdos neue Blog Beta

Testteaser. Jimdo kann jetzt also auch bloggen. Dies ist der Teaser.

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Mi

30

Apr

2008

Blogsprechstunde heute mit Thomas Hölzl vom Chinawatchblog

chinablog.png

Heute ist Thomas Hölzl vom Chinawatchblog von 19.00 bis 20.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.

Werden die Olympischen Spiele in Peking wie geplant ablaufen? Wie soll sich der Westen gegenüber China verhalten? Ist die westliche Berichterstattung über China und Tibet zu einseitig? Thomas bloggt beim Chinawatchblog über die politische und wirtschaftliche Situation Chinas, die Olympischen Spiele 2008 und die Tibet-Frage. Zum Chat geht es hier entlang.

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Mi

30

Apr

2008

“Ich schaue mir die alten Blogeinträge fast nie an” - Ein Interview mit Martin Röll

Martin Röll bloggte von 2002 bis 2007 auf http://www.roell.net/weblog zum Thema E-Business, Internet und Netzkultur. Als E-Business-Blogger war er einer der frühen deutschen “A-Blogger” und hat durch seine Postings und Themen zahlreiche Diskurse in der Blogosphäre angestoßen und mitgestaltet. Damals wie heute arbeitet Martin als Coach und Unternehmensberater, im Interview spricht er über Getting Things Done, Meditation und über seine “geheimen” Leidenschaften im Web.

Blogpiloten: Lieber Martin, fangen wir mit dem an, worüber Dich viele (bloggende) Menschen ganz lange wahrgenommen haben, genau gesagt von 2002 bis 2007. In Deiner Begründung, warum Du mit dem Bloggen aufhörst, hast Du damals geschrieben, dass der E-Business-Blogger nur zwei Prozent ausmacht und dass es da noch 98 weitere Prozent gibt. Was haben diese 98 Prozent seither gemacht? Was die frei gewordenen zwei Prozent?

Martin Röll: Ich habe nach der Schließung des Weblogs zunächst so gearbeitet wie bisher: Ich war weiter als Berater und Referent zu Web 2.0 und als persönlicher Coach zu Effektivität und Getting Things Done unterwegs. Allerdings habe ich die Anzahl der Engagements und meine Arbeitszeit sehr stark reduziert. Ich habe recht viel Zeit in Cafés verbracht und war viel auf Reisen. Flickr hat einige Fotos.

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[Photo: Martin Röll auf Flickr]

BP: Also vom Fulltime Blogger zur Four Hour Workweek?

Martin Röll: Ich war ja nie ein Fulltime Blogger - das Bloggen hatte einen viel geringeren Anteil an meiner Arbeit, als das von vielen wahrgenommen wurde. Aber im Prinzip: Ja. Weniger arbeiten, weniger bloggen, nur noch wichtige Dinge tun.

BP: Die letzten Wochen hast Du mit Meditation verbracht. In Deinem Beruf hilfst Du Menschen dabei, Ihre Selbstorganisation und Effektivität zu steigern und hast Getting Things Done von David Allen selbst erfolgreich implementiert. Wie hängen Meditation und Produktivitätstechniken für Dich zusammen?

Martin Röll: Meditation kann einem helfen, die Dinge klarer zu sehen. Es wird leichter, zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden. Gleichzeitig trainiert sie Durchsetzungsfähigkeit und Disziplin - das hilft einem, getroffene Entscheidungen dann auch umzusetzen.

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[Photo: Martin Röll auf Flickr]

BP: Blogger verstehen sich als Sender. Sie lesen zwar auch Blogs anderer, aber erkennen meist nicht, dass das Lesen und Reflektieren des eigenen Blogs die eigenen blinden Flecken aufzudecken hilft. Das Blog also quasi als Projektionsfläche der eigenen Reflektionen. Kennst Du den Effekt?

Martin Röll: Für mich ist normalerweise das Schreiben selbst schon der Reflexionsprozess. Ich schaue mir die alten Blogeinträge fast nie an. Wenn ich es tue, finde ich sie meistens nur flach oder dumm oder töricht oder langweilig und wundere mich, dass ich so einen Unfug mal gedacht und geschrieben habe.

BP: Aus eigener Erfahrung wissen viele, dass der Erfolg bei der Produktivitätssteigerung nicht unbedingt dazu führt, dass man die daraus gewonnene freie Zeit auch entspannt genießen kann. Wie schafft man es, hier die Balance zwischen Beruf und Privat herzustellen?

Martin Röll: Produktivitätssteigerung wird ziemlich schnell zu einer Droge: Es fühlt einfach unheimlich gut an, viel zu schaffen. Gerade weil sich das aber so gut anfühlt, müssen wir auch das Nicht-Tun üben, sonst entwickeln wir die Gewohnheit, überall etwas tun, etwas machen zu wollen. Das ist dann das, was uns in der freien Zeit die Entspannung raubt.

Ich empfehle zwei Übungen: Die erste ist: Abstand von der Arbeit. Das heißt: am Ende der Arbeitsphase wirklich aufhören zu arbeiten, auch im Kopf! Nicht weiter über Projekte, Ziele oder Aktivitäten nachdenken, sondern komplett aufhören und voll in der Nicht-Arbeitszeit präsent sein. Das ist gar nicht so schwer. Ein Selbstorganisationssystem kann einem zum Beispiel helfen, die Gedanken loszulassen, ohne dass Angst entsteht. Die zweite Übung ist Nicht-Aktivität. Das heißt nicht Faulenzen! Es geht darum, unverplante Zeit zu erleben, in der nichts zu tun ist und in der es nichts zu erreichen gibt. Also nicht: Freizeitaktivitäten, nachdenken, Pläne schmieden, Freunde treffen usw. Sondern völlig zur Ruhe kommen und schauen, was passiert. Wenn wir das tun, stellt sich Balance von selber ein.

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[Photo: Martin Roell auf Flickr]

BP: Bleiben wir beim Thema: Im Vorgespräch haben wir uns länger darüber unterhalten, wie Stimmen und Stimmungen zusammenhängen. Also wie z.B. die eine Stimme in einem selbst sagt: “Ich muss ABC unbedingt erledigen!” die andere Stimme aber sagt: “Ich will lieber zuerst XYZ machen”. Gleichzeitig fühlen wir uns aber vielleicht nach “Spaziergang im Wald mit dem oder der Liebsten”. “Müssen, wollen, fühlen”. Ist die Kakofonie dieser Stimmen und Stimmungen für Webworker nicht das eigentliche Problem?

Martin Röll: Diese Stimmen im Kopf sind nicht das Problem. Sie sind einfach ein Zeichen dafür, dass Du ein Mensch bist. Wir sind alle voller unerfüllter Wünsche, schwankender Gefühle und wirrer Zielkonflikte. Das ist kein Problem, das ist menschlich. Das Problem ist Deine Beziehung zu diesen Stimmen: Wenn Du ihnen den ganzen Tag lauschst und ihnen folgst, dann bekommst Du wirklich ein Problem: Im Büro denkst Du: “Oh, ich wäre so gerne im Wald.” Beim Spaziergang im Wald denkst Du “Oh, ich muss im Büro noch…”. Das ist nicht sehr geschickt: Deine Arbeit wird schlechter werden und Deine Liebste auch nicht sehr froh mit Dir sein. Es gibt nur einen Weg da raus: Präsenz. Nimm die Stimmen wahr, aber beachte sie nicht zu sehr. Sei da, wo Du bist, voll präsent. Beim Arbeiten: nur Arbeiten. Beim Gehen im Wald: Nur Gehen. Die Frage ist immer die gleiche: Was ist JETZT zu tun? Tu das. Lass die Stimmen reden.

BP: Welche drei Orte im Web inspirieren dich aktuell am meisten?

buddhist-podcast.pngMartin Röll:

Der Buddhist Geeks Podcast, bookmooch.com und… Facebook! Ich weiß nicht, was mich daran so fasziniert, aber irgendwie lässt es mich nicht mehr los.

BP: Lieber Martin, vielen Dank für das Interview.

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Di

29

Apr

2008

Kosmars Twitter-Top-Tipps

Endspurt in unserem Twittermania-Schwerpunkt. Heute ist Kosmar zu Gast und und stellt seine handverlesenen Top-Twitter-Tools und Anwendungen vor. Dass Kosmar selbst twittert ist so selbstverständlich wie der Sonnenauf und -untergang. Wie er twittert, erfährt man drüber bei den Twitteraturkritikern. Nun aber Kosmar:

kosmar.pngEs gibt so unglaublich viele Drittdienste, die sich um Twitter geschart haben, dass es fast schon eine unmöglich Aufgabe ist, den Überblick zu behalten. Die meisten finden sich im Fanwiki, alle auszuprobieren ist aber nur unter Verwendung eines Jahresurlaubs denkbar. Daher bin auch ich quasi gezwungen mich hier auf jene Anwendungen und Webdienste zu beschränken, die ich selbst interessant finde und zum Großteil auch benutze.

Hashtags und Suchen

Das Auszeichen von Tweets mit sogenannten Hashtags (etwa #twitter oder #lol) ist gerade im ordnungsliebendes Deutschland relativ beliebt. Dabei kann man Serien von Tweets sammeln. Ich selbst pflege zum Beispiel gerne den Twitter-Geburtstagskalender mit #hpybdy oder zeichne meinen letzten Tweet des Tages gerne mit #n8 aus. Man muss um bei hashtags.org mit gelistet zu werden dazu @hashtags folgen, twemes.com besorgt sich die Daten anscheinend irgendwie anders. Richtig interessant werden Hashtags, wenn sie zu Events wie etwa der letzten re:publica eingesetzt werden, siehe #rp08. Man kann hoffen, dass Twitter diese Funktion selbst auch irgendwann mal unterstützt, ich selbst glaube das aber nicht wirklich.

Nicht nur für Hashtags, sondern eine möglichst umfassende Volltextsuche wäre im Grunde für Twitter selbst ein denkbar geringes Problem. Solange dies aber dort nicht umgesetzt wird, haben sich auch an daran Dritte gemacht um die Funktion abzubilden. Im Moment sind die besten Suchmaschinen für Twitter Tweetscan und Summize aber auch Google durchsucht Twitter ganz vernünftig. Flaptor ist eine weitere Suche. Sie kann aber auch Verlaufstrends von Erwähnungen anzeigen. Reine Nennungshäufigkeit vergleichen macht tweetvolume.

Statistik und Konversation

Tweetstats gibt Auskunft über das Twitterverhalten des Einzelnen. Tweeterboard und Twitterholic ist sicher nur für Profitwitterer interessant, bei TwitDir oder im Twitterverse kann man ab und zu mal rumstöbern, Twitterposter ist leider etwas buggy, aber die Idee ist toll. Richtg toll ist die Idee die Konversationen die als @reply in twitter ja oft nur bruchstückhaft nachvervollgbar sind komplett abzubilden. Das macht Quotably. Hier kann man auch direkt von der Site aus mittwittern. Man sollte nur drauf achten, dass die Diskussion nicht ewig zurückliegt, sonst fällt dem Adressaten die Zuordnung schwer. Rivva versucht etwas ähnliches gerade nur für deutschsprachige Tweets zu bauen. Prima. Auch prima ist Tweetburner, der über den URL-Shortner Twurl mitschneidet, wieviele Klicks auf getwitterte Links stattfanden.

Bilder:

Fotos twittern, welch´ Idee! Zum Glück gibt es Twitpic. Der Clou hier: Man kann sich mit dem Twitterpasswort dort anmelden und die Kommentare werden dann direkt aus Twitpic als @reply getwittert. Großartig. Die Kommentare können übrigens mehr als 140 Zeichen haben.

Desktop-Client

Twitteriffic war für Mac wohl der erste wirklich brauchbare und populäre Client, der eine Schnittstelle als eigener Client darstellt. Er ist für den Anfang auch recht brauchbar, blendet seit einiger Zeit Werbung ein, die man durch eine Gebühr auch wieder wegbekommt. Für Windows und Mac sind einige mit Abobe-Air umgesetzte kostenlose Programme auf dem Markt. Ganz neu ist da der total einfache Client Birdy für Wenigtwitterer. Eine Zeitlang gab es ein Duell zwischen Snitter und Twhirl, was die Funktionalitäten angeht. Das hat Twhirl mittlerweile für sich entschieden, wenn es um wirklich umfassendes multimediales Rumtwittern geht. Damit kann man nicht nur mehrere Twitteraccounts zugleich bespielen. Es wird zudem Crossposting zu Pownce und Jaiku angeboten. Außerdem eingebaut: Suche mit Tweetscan, verlinkung von Hashtags, Filtern der Timeline, bequemes Antworten per öffentlichem @ und privatem D, Favorisieren von fremden und Löschen von eigenen Tweets, drei verschiedene URL-Kürzungsdienste inklusive Twurl, Bilderposting mit Twitpic und durch den Kauf der Software durch Seesmic wird es wohl bald auch Videoposting in Twhirl geben.

Auf dem Handy

Das man per SMS über eine britische Nummer twittern kann, sollte bekannt sein. Die meisten Sony-Ericcson und Nokia-Besitzer können mobil aber auch per Datenleitung (Tarif beachten!) und Symbian-Applikation twittern. Der cellity-Tweeter stellt die wichtigesten Funktionen zur Verfügung. Twibble ist hier jedoch momentan mein Client der Wahl. Bequemes @ und d, Favoriten setzten, und als Alleinstellung: Unterstützung von GPS oder manueller Ortangabe per L:Ort: Syntax und dazu kann ich dann den Standort meiner Followings auf einer Karte sehen, auf dem Handy!. Wer lieber per Wap oder Web-Browser (etwa Opera Mini) unterwegs ist nutzt entweder m.twitter.com oder twitstat.com/m, das zusätzlich noch Die Buddyicons anzeigt. Beides ist auch am Desktop übrigens, etwa in
der Firefox-Sidebar geladen, eine gute Alternative zur Twitter-Website. Neu dabei ist slandr. Mal ausprobieren.

Iphone / Ipod touch

Speziell für diese Geräte gibt es optimierte Lösungen. Als Websites im Browser hat man die Wahl zwischen twitterforiphone, pockettweets und hahlo.com. Wer auf die Garantie des Geräts keinen größeren Wert gelegt hat, kann auch die Anwendung Twinkle installieren. Den Installer-URL findest du sicher selbst. Der Hit hierbei: man kann Tweets aus der Umgebung finden und Bilder hochladen. Toll.

Erweiterungen für Firefox

Hier ist vor allem Twitbin beliebt, Twitterfox lohnt sich aber auch mal anzuschauen. Und Twittytunes ist prima, wenn man Links posten will, oder was man gerade für Musik hört. Powertwitter kann dagegen auf der Twitter-Website Inhalte von Youtube und Flickr direkt anzeigen und löst TinyURLs in Klartext auf. Nützlich.

Karten und so

Twittervision ist ja ein recht alter Hut. Twittearth ist nicht viel mehr, dafür neu … zumindest eindrucksvoll. Sinnvoller ist Youtwit, das zeigt die Tweets deiner Follower auf einer Karte. Richtig sinnvoll ist dagegen Twitterlocal, das einen Feed der Tweets aus einer Umgebung erzeugt.

Und

Zum Schluss noch ein paar Links die in keine Kategorie passen, aber sehenswert sind: Twitterblacklist zeigt per Greasemonkey-Skript die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein neuer Follower als Spam einzustufen ist.

twitterlinkr und Intwition zeigen welche Links getwittert werden.

Bundesligaergebnisse gibt´s bei @bundesliga und @timer ist die beste Eieruhr.

Auf dem Laufenden bleibt man am besten mit @twtooltrack, @twittes (Website) oder auf dem neuen twitterdings.de. Das Wiki ist hier und meine Linksammlung hat auch schon mehr als 100 Einträge.

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Di

29

Apr

2008

Offener Brief: Das Internet schreibt zurück

Tim Pritlove hat einen von Pavel verfassten, offenen Brief des Internet an unsere Bundeskanzlerin veröffentlicht. Den Volltext gibt es als layoutetes PDF hier zum Download, den Text zum direkt nachlesen bei Tim im seinem Blog The Lunatic Fringe.

Die Blogpiloten hatten hier ja schon von den aktuellen Überlegungen gesprochen, Internetsperrungen für “Verbrecher” einzuführen. Nein, nicht Verbrecher im Sinne von “Steuerhinterzieher, Dieb, Mörder“, sondern im Sinne von: Da hat jemand Musik und Filme aus dem Internet herunter geladen, und das darf er nicht qua Rechteindustrie und wird deshalb vom digitale Leben ins analoge Leben ausgesperrt (so der Plan).

Der offene Brief von Pavel ist eine Reaktion auf diesen offenen Brief der vom Untergang betroffenen bedrohten Film- und Musikindustrie, die sich an die Kanzlerin gewendet hatte, um Druck Vorschläge zu machen, wie man dieses Internetdings endlich kontrollieren oder einfach ganz abschalten kann, um Rechtsverletzungen Einhalt zu gebieten.

Die Sach-, Fakten- und Befindlichkeitslage in diesem Gemenge ist schnell erzählt und vielerorts nachzulesen, zum Beispiel bei Markus in der Netzpolitik. Leseempfehlung hier, hier und hier.

Interessant finde ich, wie schon in anderen Fällen, wie sich eine kleine, aber reichweitenstarke lose Netzwerkstruktur von Bloggern um diese Themen formiert, konstruktive - wenn auch manchmal dennoch recht launig vorgetragene - Vorschläge macht, zurücksendet, den Diskurs, den Dialog sucht. Und dabei doch meist immer noch mit Missachtung gestraft wird. Das schöne ist, diese Missachtung prallt an diesen losen Netzwerken ab und macht diese meiner Beobachtung nach eher noch stärker für aktuelle aber auch künftige Aktionen.

Bei den Debatten um Urheberrechte, Netzneutralität, Creative Commons, Bundestrojaner etc. zeigt sich zusehends, dass sich zwischen all dem Rauschen im Netzwald eine kritische Maße zu formieren beginnt, die als Kollektiv (so zerstritten und unterschiedlicher Meinung man sich intern dennoch ab und an sein mag), die Position(en) bezieht, erwachsener wird, als es die Schweinehirten der frühen Blogosphäre waren (Jede Woche eine andere Sau!).

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Di

29

Apr

2008

Vom Ego-Surfing zu “Goolge-Me” The Movie

Ego-Surfing? Okay, macht wohl jeder ab und zu. Auf die Idee, die gefundenen Treffer, die sich nicht auf die eigene, sondern eine andere Person mit gleichem Namen beziehen, im echten Leben zu besuchen, zu interviewen und daraus einen Film zu machen, kann man eigentlich nur kommen, wenn man nichts Besseres zu tun hat. So geschehen im Fall von Jim Killeen. Hier ist sein Film bei Youtube, 90 Minuten…


Website zum Film!

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Mo

28

Apr

2008

Interview: Twitkrit - Die Twitteraturkritiker

twitkrit.png

“Wir wollen all die kleinen Schätze bergen, die uns tagtäglich ins Haus zwitschern und uns ihrer so annehmen, wie sie es verdienen: auf einer literaturkritischen Ebene.”[Link]

Gestern startete Twitkrit, die Seite für Twitteraturkritik. Im Skypechat sprach ich mit den Machern @Bosch und @MSPRO über die Idee und Ziele hinter Twitkrit sowie über Twitter aus literaturtheoretischer Sicht. Wer vorher schnell reinschnuppern will, dem sei das erste Twitterportrait zu @kosmar empfohlen.

Blogpiloten: Wie kam es zur Idee von TwitKrit?

@Bosch: Es war so, wie mspro es in seinem Blog beschrieben hat.

@MSpro: Es war auf Sascha Lobos Followerparty. Dort hatte er einen Beamer aufgebaut auf dem seine Timeline automatisch aktualisiert durchlief. Da waren wieder einige witzige Posts drauf. Und es wurde dort sehr sichtbar, wie vergänglich doch diese Kleinode ins Nirvana versendet werden. Ich glaube, daher kam die Idee.

< Einschub > Video von Sascha Lobos Followerparty auf Vimeo inklusive Twitterwall!



Antimaterie from markus jakobs on Vimeo.

@Bosch: Alles fließt - und bei Twitter leider oft viel zu schnell an einem vorbei.

@MSpro: Es gibt die Favoritenfunktion die ich leider erst spät für mich entdeckt habe. Aber auch dort verschimmeln die Tweets ja eigentlich. Ein Blog für Literaturkritik auf Twitter - Nanoprosa - erschien dann als genau das richtige Medium.

Blogpiloten: Twitteraturkritik…. Wo seht ihr die zentrale Herausforderung 140 Zeichen literarisch zu besprechen?

@Bosch: Die nächste Frage bitte!

@MSpro: Twitteraturkritik ist aber verdammt gut.

Blogpiloten: Kommt in die Überschrift des Beitrags…

@Bosch: Dürfen wir das verwenden?

Blogpiloten: Klar! Aber zurück zur Frage…

@MSpro: Also ich denke auf langer Strecke wird es eine Herausforderung sein, originell zu bleiben. Ich hoffe, wir verschießen unser Pulver nicht all zu schnell. Aber wir haben deswegen ja auch gleich mehrere besondere kreative Autoren.

@Bosch: Man darf sich nicht nur den Highlights widmen, sondern wir wollen auch die Schattenseiten aufzeigen. Es soll eine gesunde Mischung aus großen Tweets, aber auch den stilleren Beiträgen werden, die wir vorstellen wollen. Also auch Beiträge, die sonst im Fluss vorüberziehen würden.

Blogpiloten: Euch beim Spreu-vom-Tweet-trennen helfen? Crowd-Tweet-Sourcing?

@Bosch: Selbstverständlich. Wir sind für Hinweise immer dankbar. Schließlich können wir nicht allen Twitterern folgen. Sachdienlich Hinweise gern an mail@twitkrit.de. Wir werden regelmäßig Gastautoren einladen. Auch das soll zu unserem “Konzept” gehören. Wir haben es uns so vorgestellt: Unter der Woche werden einzelne Tweets vorgestellt und am Wochenende etwas ausführlicher das Lebenswerk eines Twitterers.

@MSpro: Jeder kann gerne Gastautor werden, wenn er einen Tweet oder einen Twitterer besprechen möchte. Die Sonntägliche Kolumne wollen wir von Gastautoren schreiben lassen. Weil, wir sind ja auch ziemlich faul. Wir sind sowieso noch sehr gespannt gerade: die erste Tweetkritik wird in diesem Moment von PickiHH verfasst.

Blogpiloten: Informiert ihr die reviewten Twitterer im Vorfeld?

@MSpro: Nicht unbedingt. Aber auf jeden Fall dann, wenn sie protected Tweeten. Den Rest erfahren sie dann aus ihrem Posteingang, in dem sich die neuen Follower stapeln.

@Bosch: Ja, aber wir werden auch gnadenlos diejenigen vorstellen, die in ihrer Entwicklung auf dem Herrenklo verharrt sind. Man kan als Kritiker nicht immer gut Freund mit allen sein. Im twitterarischen Quintett wird es auch Kontroversen geben. Wir haben das auch diskutiert: Offene Tweets werden wir uns ohne Rückfrage vornehmen. Auf geschützte Tweets werden wir nur nach Absprache mit dem Autor zurückgreifen. Sollten unsere Finger einmal zu tief in die Wunde gelegt haben oder sich jemand auf den virtuellen Schlips getreten fühlen, sind wir gesprächsbereit. Wir wollen ja niemanden vorführen.

@MSpro: Bei heiklen Sachen würden wir natürlich auch vorher nachfragen. Das kann man dann ja schon einschätzen, denke ich.

Blogpiloten: Thema Literaturtheorie! Wie verortet ihr Twitter/ Tweets literaturtheoretisch?

@Bosch: Diese Frage gebe ich an mspro weiter. (und geht schnell zur Wikipedia um gleich noch was schlaues zur Literaturtheorie sagen zu können.)

@MSpro: Also am verwandtesten ist das Twittern sicher mit dem Haiku. Dort ist es eine Silbenbegrenzung, hier eine Zeichenbegrenzung mit der man arbeiten muss, die aber gleichzeitig auch die Kreativität anregen kann.

@Bosch: Das Übliche, wir werden uns den Tweets gemäß: 1. Autorenzentrierte Theorien, 2. Textzentrierte Theorien, 3. Leserzentrierte Theorien, 4. Codezentrierte Theorien, 5. Kontextzentrierte Theorien zuwenden. Habe das gerade mal aus der Wikipedia geholt. — Ja, wobei das Twittern nicht so strenge Formen hat wie das Haiku. Twitter ist mehr so etwas wie Haiku 2.0.

@MSpro: Ganz ehrlich: wir haben uns über Literaturtheorien keinen Kopf gemacht. Aber Björn Grau ist Literaturwissenschaftler. Vielleicht kommt von ihm demnächst etwas Substanzielles

@Bosch: Ich hoffe immer noch auf das erste Literaturcamp, auf dem ich vielleicht etwas Nachhilfe in Sachen Literaturtheorie erhalte.

Blogpiloten: Nach welchen Kriterien habt ihr eure Co-Autoren ausgewählt?

@MSpro: Also von Björn Grau kenne ich das Blog schon seit langem. Und er twittert auch sehr gut. Außerdem ist er Literaturwissenschaftler.

@Bosch: So haben wir schon einmal etwas Kompetenz im Team.

@MSpro: Loretta Lametta ist eine Wahnsinnige. Sie Twittert von ganzem Herzen und fördert eine sprachliche Kreativität zu Tage, die ihres Gleichen sucht. Außerdem ist sie ein echter Fan.

@Bosch: Loretta Lametta ist der neue Stern am Twitterhimmel. Sie ist aus dem Nichts gekommen und hat das Twitterversum im Sturm erobert. Außerdem hat sie ein tolles Blog. Und Picki musste einfach dabei sein. Die Frage hat sich gar nicht gestellt. Von Anfang an war klar, dass es ohne sie nicht geht. Außerdem saß sie neben uns als die Idee zu twitkrit entstand.

@MSpro: PickiHH ist ein Twitterurgestein. Ein bisschen wie Kosmar. Außerdem ist sie ist unsere Quoten A-twitterin

@Bosch: Genau, vor dem IPO muss erstmal Reichweite her. Aber im Ernst: Wichtiger als ihre vielen Follower ist uns Picki als Mensch.

Blogpiloten: Wann twittert ein Twitterer gut?

@MSpro: Bosch, willst du?

@Bosch: Michael nun sag schon, das Konzept des Guttwitterns ist schließlich von Dir.

Blogpiloten: Um die Frage kommt ihr als Kritiker jetzt nicht herum!

@MSpro: Ganz ehrlich: ich weiß es nicht. Es gibt Tweets, die mir gefallen, aus ganz verschiedenen Gründen.

@Bosch: Ich würde einfach sagen: gut twittert, wer gut twittert. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

@MSpro: Im Grunde ist twitkrit ein Projekt um genau das rauszufinden. Was begeistert einen an einem Tweet?

@Bosch: Oder: was stößt einen ab.

@MSpro: Oder so.

Blogpiloten: Finde ich eine zufrieden stellende und passende Antwort. ich hasse normative Wertungen. Ich will Diskurse, Diskurse, Diskurse. Twitkrit wird dazu sicherlich ein spannender Ort werden.

@MSpro: Genau darum geht es… Den Sinn dessen zu entdecken, was man tut!

Blogpiloten: Ich danke euch für das Interview!

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Mo

28

Apr

2008

Das Real-Life als Gefängnis - zur Debatte um Internetsperrungen

Im Blindflug über, durch und an der Onlinewelt vorbei kochen von Seiten der Politik gerade wieder hanebüchene Forderungen hoch, die etwas trauriges Beweisen: Die Macht der Industrie über die Politik, und das Komplettversagen der Souffleure, die Angela Merkel oder auch Kulturstaatsminister Bernd Naumann unsägliches zuflüstern.

Worum geht’s?

Die Kriminalisierung hunderttausender Internetnutzer, die nach Ansicht der Musik- und Filmindustrie die von Ihnen gralsgehüteten Urheberrechte der Künstler verletzten würden. Die Rechteindustrie heult, die Bundesregierung tröstet!

Was wird gefordert?

Die Rechtevermarkter wollen härtere Regelungen bei der (Straf-)Verfolgung von “Tätern” durchsetzen. Die Politik deutet an, dass Internetsperrungen hier ein probates Mittel sein könnten. Heißt: Alle digitalen Leitungen in Richtung Internet werden für die “Verbrecher “gekappt, man sperrt damit insbesondere Jugendliche ins nicht-digitale Leben aus. Dass in der modernen Jugendkultur Medien zum Grundbedürfnis, zum Lifestyle und zum Lernstyle gehören, wird dabei schlcihtweg übersehen. Die Aussperrung offenbar gerne in Kauf genommen. Je drakonischer desto besser, so scheint es. Was dazu wohl StudiVZ und Co. sagen werden???

Wo liegt der Hund eigentlich begraben?

Wie bereits lange bekannt, haben Musik- und Filmindustrie nahezu komplett verschnarcht, was die rasante Verbreitung und Weiterentwicklung des Internet für ihre Industrie heißt. Eine größer werdende Zahl von Nutzern wünscht sich eben nicht die auf eine überteuerte Silberscheibe gepresste Schund-CD mit 1-2 Gassenhauern und 8 Schrottliedern, sondern mehr Entscheidungsfreiheit. Die Titel, die Episoden, die Filme, die ich hier und jetzt sehen will und für die ich auch bereit bin zu zahlen. Apple’s iTunes-Modell hat es doch beispielhaft vorgemacht, wie gut es funktionieren kann, wenn man die Kundenbedürfnisse erkannt und in eine nutzbare Form gebracht hat.

Wie geht es weiter?

Die Chance, dass man sich in der Frage der Urheberrechte auf Seiten der Rechteindustrie und der Politik mal in einer Art und Weise an einen Tisch zusammensetzt, wie es im Sinne der Endverbraucher und Künstler sinnvoll wäre, stehen leider sehr gering. Auch die Chancen, dass Künstler und Endverbraucher mit gleichberechtigter Stimme mit am Tisch sitzen werden, stehen nicht sonderlich gut. Was bleibt ist die Suche nach 1. dem Dialog und 2. der Suche nach alternativen Lösungen, die die großen Rechtehüter und die ewiggestrige Politik aus der Gleichung heraus kürzen und ein Modell finden, das für Künstler wie Endkunden von Vorteil ist.

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Sa

26

Apr

2008

BarCamp Offenburg Live!

aktuell kein Stream!

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Sa

26

Apr

2008

Twitter-Werte! Mit mehr VC zu mehr Professionalität?

Wie ich eben beim Sillicon Alley Insider gelesen habe, twittern die Spatzen wieder neue Zahlen rund um den Wert von Twitter von den virtuellen Dächern. Twitter selbst, so ein paar Spatzen, sieht seinen Wert bei 150 Millionen $. Hat hier bisher aber offenabr noch keinen Geldgeber gefunden. In der Meldung beim SAI heißt es:

We hear the company is talking to the “usual suspects” — we assume this means existing investors like Union Square Ventures and Charles River Ventures, as well as players like Spark Capital — and hopes to have a deal done soon.

Unklar bleibt weiter das Geschäftsmodell von Twitter. Die anderen Probleme wie etwa Skalierung etc. bekommt man nur schleppend in den Griff. Gleichzeitig brummen rings um Twitter-API bereits unzählige coole Anwendungen, die ihrerseits bereits fleißig an Skalierung, Geschäftsmodellen und Reichweite basteln. Die Meldung von dieser Woche, dass Twitter in seiner japanischen Ausgabe inzwischen Werbung schaltet, zeigt zwar zaghaft an, dass man auch hier das gute alte Geschäftsmodell implementiert, aber das wird sicher kurz- und mittelfristig nicht reichen, um Twitter auf solide Beine zu stellen.

Bottum-Line: Die Twittermacher müssen sich schnell professionalisieren, mehr Geld mag da helfen, aber auch personell muss sich dringend etwas tun. Wer in so kurzer Zeit so eine starke Marke und so viel “Buzz” erzeugen kann, wird wohl kaum in die Geschichtsbücher eingehen wollen mit dem Vermerk: Neue Kulturtechnik erfunden, aber grandios mit der Vermarktung gescheitert.

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Sa

26

Apr

2008

Chatprotokoll: Christina Cassala von Deutsche-Startups.de

startups.jpg
Moderator: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Christina Cassala, Redakteurin und Bloggerin bei Deutsche-Startups.de, unser Gast. So, bei uns in Berlin ist es jetzt 19:00 Uhr. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?

Christina Cassala: Ja, das können wir. Dann mal los!

Moderator: Hier kommt die erste Frage:

Sanders: Wie bist du zu deutsche-startups gekommen?

Christina Cassala: Journalisten haben ein großes Netzwerk, so dass ich Alexander Hüsing,
den Chefredakteur von deutsche-startups, schon kannte und er mich recht bald nach Start seiner Seite fragte, ob ich ihn unterstützen könne. Das war im Sommer letzten Jahres.

Peter: Wie genau arbeitet deutsche-startups eigentlich, wie sieht ein regulärer Tag bei euch aus?

Christina Cassala: Das Schöne an unserem Beruf ist, dass kein Tag wie der andere ist.
Aber ich will versuchen, so etwas wie einen “idealtypischen” Tag zu zeichnen: Wenn wir morgens an den Rechner gehen, dann lesen wir natürlich erst einmal die Tagespresse, verwandte Blogs, Wirtschaftsseiten etc. um zu wissen, was in der Branche so los ist.Danach besprechen wir uns häufig, wer welche Themen besetzen wird, so dass wir dann bis Redaktionsschluss, den es online ja nur bedingt gibt, recherchieren, telefonieren und schreiben. Nicht selten sind wir zusätzlich auf Terminen und verabredet, um sich mit Gründern zu treffen. Außerdem klingelt ab und an und recht häufig das Telefon bei uns.

Pauli: Was fasziniert dich so an Internet-Start-ups?

Christina Cassala: Es ist spannend, junge Gründer kennen zu lernen, die den Mut haben, sich mit einer Idee, von der sie überzeugt sein müssen, um eine Chance zu haben, in der Web-Welt Fuß zu fassen und zu begleiten. Außerdem finde ich es wirklich faszinierend, wie viel mittlerweile im Netz stattfindet. Als ich damals das erste Mal im Internet war, hätte ich das nicht für möglich gehalten.

Moderator: Unsere Nutzer konnten schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am besten bewertet:

Bruno: Was muss ich beachten, bevor ich ein Start-up starte?

Christina Cassala: Ich denke, das A und O ist eine ausgezeichnete Idee, die das Potenzial hat, Umsatz zu generieren. Wichtig ist zusätzlich eine gute Mischung im Gründerteam, d.h. dass verschiedene Aufgaben, die mit einer Gründung verbunden sind, gut durch Personen abgedeckt sind. Und nicht zuletzt ist ein ausgereifter Business-Plan unabdingbar.

moop: Woran, glaubst du, scheitern viele Start-Ups? Schlechtes Marketing?

Christina Cassala: Nicht nur. Wenn Start-ups scheitern, dann nicht nur wegen eines vermeintlich schlechten Marketings. Nicht selten scheitert es schon viel früher. Wenn nämlich die Idee nicht tragfähig genug war, um dauerhaft Erfolg zu haben. Und es gibt auch immer wieder Fälle, in denen die Gründer sich zu spät um eine Folgefinanzierung kümmern und ihnen plötzlich Gelder fehlen, um weiter zu machen.

viktor: Haben Einzelpersonen mit Start-ups überhaupt eine Chance?

Christina Cassala: Auf Dauer? Das stelle ich mir persönlich sehr schwierig vor, denn recht bald nach Gründung zeigt sich, was eine solche alles nach sich zieht.

moop: Gibt es überhaupt noch kreative Internet-Start-up-Ideen oder sehen wir nur noch Wiederholungen von bekannten Projekten?

Christina Cassala: Immer wieder!

Biene: Welches Internet-Start-up ist dir am meisten im Gedächtnis geblieben? Welches fandest du am kuriosesten?

Christina Cassala: Da ich täglich mit Start-ups zu tun habe, fällt es mir jetzt schwer, eines zu benennen, dass ich besonders im Gedächtnis habe.
Kurios? Kurios ist myMüsli vielleicht nicht unbedingt, aber der Erfolg ist beachtlich und nicht zuletzt deshalb bei uns durch eine Experten-Jury zum Start-ups des Jahres gewählt worden.

Moderator: Unsere User interessieren sich besonders für die Finanzierung von Start-Ups:

Mimi: Werden Start-ups in DE Ihrer Meinung nach gut genug vom Staat unterstützt?

Christina Cassala: Die Rahmenbedingungen für eine Gründung könnten sicherlich verbessert werden. Juristisch ist das mitunter ganz schöner Papierkram und zudem nicht ganz günstig. Allerdings mischt der Staat beim High-Tech-Gründerfonds mit und macht Business-Plan-Wettbewerbe. Aber Dinge wie die Mini-GmbH lassen auf sich warten.

Hear: Welche Venture-Kapitalgeber empfiehlst du für Internet-Start-ups?

Christina Cassala: Da möchte ich keine bestimmten Namen nennen, denn ob ein VC in ein Start-up investiert, hat häufig strategische Gründe.

Moderator: Kritische User-Frage, unser Gast kann den Begriff “me-too” vielleicht noch einmal kurz erläutern:

addnr.: Warum finanzieren deutsche VCs nur “me-too” Kisten?

Christina Cassala: Unter einem “me-too” versteht man ein Nachahmerprodukt. Es hat ein innovatives und originelles Vorbild, so dass das “me-too” viele Eigenschaften kopiert.
Zur Frage: Ich kann aus meiner Arbeit nicht sagen, dass VCs ausschließlich in “me-too”s investieren. Es zeigt sich immer wieder, dass VCs immer wieder mal das Risiko eingehen, in Neues, Unkonventionelles zu investieren. Aber ein VCs will Rendite sehen, so dass es erst einmal sicher zu sein scheint, in bereits funktionierende Ideen Geld zu investieren.

mediaocean: Tauschen sich VC-Geber untereinander aus?

Christina Cassala: Auch VCs pflegen Netzwerke, deswegen würde ich annehmen, dass sie dies wohl gelegentlich tun. Aber inwieweit sie sich gegenseitig in die Karten schauen lassen? Darüber kann ich allenfalls nur spekulieren.

Moderator: Kommen wir zu deutsche-startups (ds):

Hippo: Inwiefern ist deutsche-startups selber ein typisches Start-up gewesen? Wie bewertet ihr die bisherige Entwicklung eures Portals?

Christina Cassala: Ich denke, wir haben recht viel von einem “typischen” Start-up. Und mit der Entwicklung sind wir zufrieden. Das befreit uns allerdings nicht von dem Ehrgeiz, noch besser, schneller und umfassender in der Berichterstattung zu werden.

Eugen: deutsche-startups ist in der Szene ja sehr bekannt, außerhalb des Internets aber bisher noch nicht so sehr. Wie wollt ihr das eventuell ändern?

Christina Cassala: deutsche-startups wird schon heute von vielen Journalisten und Menschen gelesen, die nicht Teil der Szene sind, sich aber für das Thema interessieren. Ein Mainstream-Angebot wird ds sicherlich nie werden, da wir einen sehr klaren Fokus haben. Unser oberstes Ziel ist es, als Multiplikator Entscheider und Gründer zu erreichen.

Qu: Was für Rückmeldungen bekommt ihr so von den Start-up-Gründern?

Christina Cassala: Klar, Kritik gibt es immer, aber meistens erfahren wir großen Zuspruch. Trotzdem bekommen wir auch Hinweise und Tipps von Usern, welchen zusätzlichen Service sie sich auf deutsche-startups (ds) wünschen.

Opes: Wie siehst du die Umstände für Start-ups in Zukunft? Gibt es eine positive Tendenz?

Christina Cassala: Ich denke, die gibt es. Es wird auch in Zukunft gute Ideen geben, die eine reelle Chance haben. Allerdings glaube ich auch, dass wir bereits in diesem Jahr die erste Konsolidierungswelle sehen werden.

Moderator: Unsere beiden letzten Fragen für heute zusammen:

Wara: Wie soll es mit ds in der Zukunft weiter gehen?

Hartmut: Plant ihr Erweiterungen für deutsche-startups? Wollt ihr euch vergrößern, habt ihr noch ein paar Asse im Ärmel :)?

Christina Cassala: Na klar, aber die werden noch nicht verraten. Aber wir haben viele Ideen, an denen wir weiter unter Hochdruck arbeiten.

Moderator: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Christina Cassala. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:

Christina Cassala: Danke für das rege Interesse an ds. Für mich war das eine interessante Stunde. Ich wünsche allen noch einen angenehmen Abend.

Moderator: Auch wir wünschen allen noch einen schönen Abend! Auf Wiedersehen!

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Peter Bihr on Social Media, Web 2.0 & Digital Life

Pros and cons of net neutrality clearly laid out (Mo, 01 Sep 2008)
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Just a little over a month ago, Techcrunch announced that they’d like to have a simple, cheap, yet powerful internet tablet. It should run Firefox and Skype, have a touch screen and should be available for $200 max. Nobody had built something like this so far and there were no signs of one being built. [...]
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Timeline of Internet Memes (Mo, 25 Aug 2008)
Dipity lets you create timelines of all things internet. One of them I liked particularly, and that’s this timeline of internet memes: Enjoy sifting through those classics! (via)
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Mi

30

Apr

2008

Jimdos neue Blog Beta

Testteaser. Jimdo kann jetzt also auch bloggen. Dies ist der Teaser.

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Mi

30

Apr

2008

Blogsprechstunde heute mit Thomas Hölzl vom Chinawatchblog

chinablog.png

Heute ist Thomas Hölzl vom Chinawatchblog von 19.00 bis 20.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.

Werden die Olympischen Spiele in Peking wie geplant ablaufen? Wie soll sich der Westen gegenüber China verhalten? Ist die westliche Berichterstattung über China und Tibet zu einseitig? Thomas bloggt beim Chinawatchblog über die politische und wirtschaftliche Situation Chinas, die Olympischen Spiele 2008 und die Tibet-Frage. Zum Chat geht es hier entlang.

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Mi

30

Apr

2008

“Ich schaue mir die alten Blogeinträge fast nie an” - Ein Interview mit Martin Röll

Martin Röll bloggte von 2002 bis 2007 auf http://www.roell.net/weblog zum Thema E-Business, Internet und Netzkultur. Als E-Business-Blogger war er einer der frühen deutschen “A-Blogger” und hat durch seine Postings und Themen zahlreiche Diskurse in der Blogosphäre angestoßen und mitgestaltet. Damals wie heute arbeitet Martin als Coach und Unternehmensberater, im Interview spricht er über Getting Things Done, Meditation und über seine “geheimen” Leidenschaften im Web.

Blogpiloten: Lieber Martin, fangen wir mit dem an, worüber Dich viele (bloggende) Menschen ganz lange wahrgenommen haben, genau gesagt von 2002 bis 2007. In Deiner Begründung, warum Du mit dem Bloggen aufhörst, hast Du damals geschrieben, dass der E-Business-Blogger nur zwei Prozent ausmacht und dass es da noch 98 weitere Prozent gibt. Was haben diese 98 Prozent seither gemacht? Was die frei gewordenen zwei Prozent?

Martin Röll: Ich habe nach der Schließung des Weblogs zunächst so gearbeitet wie bisher: Ich war weiter als Berater und Referent zu Web 2.0 und als persönlicher Coach zu Effektivität und Getting Things Done unterwegs. Allerdings habe ich die Anzahl der Engagements und meine Arbeitszeit sehr stark reduziert. Ich habe recht viel Zeit in Cafés verbracht und war viel auf Reisen. Flickr hat einige Fotos.

martinroell1.jpg
[Photo: Martin Röll auf Flickr]

BP: Also vom Fulltime Blogger zur Four Hour Workweek?

Martin Röll: Ich war ja nie ein Fulltime Blogger - das Bloggen hatte einen viel geringeren Anteil an meiner Arbeit, als das von vielen wahrgenommen wurde. Aber im Prinzip: Ja. Weniger arbeiten, weniger bloggen, nur noch wichtige Dinge tun.

BP: Die letzten Wochen hast Du mit Meditation verbracht. In Deinem Beruf hilfst Du Menschen dabei, Ihre Selbstorganisation und Effektivität zu steigern und hast Getting Things Done von David Allen selbst erfolgreich implementiert. Wie hängen Meditation und Produktivitätstechniken für Dich zusammen?

Martin Röll: Meditation kann einem helfen, die Dinge klarer zu sehen. Es wird leichter, zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden. Gleichzeitig trainiert sie Durchsetzungsfähigkeit und Disziplin - das hilft einem, getroffene Entscheidungen dann auch umzusetzen.

buddhas.jpg
[Photo: Martin Röll auf Flickr]

BP: Blogger verstehen sich als Sender. Sie lesen zwar auch Blogs anderer, aber erkennen meist nicht, dass das Lesen und Reflektieren des eigenen Blogs die eigenen blinden Flecken aufzudecken hilft. Das Blog also quasi als Projektionsfläche der eigenen Reflektionen. Kennst Du den Effekt?

Martin Röll: Für mich ist normalerweise das Schreiben selbst schon der Reflexionsprozess. Ich schaue mir die alten Blogeinträge fast nie an. Wenn ich es tue, finde ich sie meistens nur flach oder dumm oder töricht oder langweilig und wundere mich, dass ich so einen Unfug mal gedacht und geschrieben habe.

BP: Aus eigener Erfahrung wissen viele, dass der Erfolg bei der Produktivitätssteigerung nicht unbedingt dazu führt, dass man die daraus gewonnene freie Zeit auch entspannt genießen kann. Wie schafft man es, hier die Balance zwischen Beruf und Privat herzustellen?

Martin Röll: Produktivitätssteigerung wird ziemlich schnell zu einer Droge: Es fühlt einfach unheimlich gut an, viel zu schaffen. Gerade weil sich das aber so gut anfühlt, müssen wir auch das Nicht-Tun üben, sonst entwickeln wir die Gewohnheit, überall etwas tun, etwas machen zu wollen. Das ist dann das, was uns in der freien Zeit die Entspannung raubt.

Ich empfehle zwei Übungen: Die erste ist: Abstand von der Arbeit. Das heißt: am Ende der Arbeitsphase wirklich aufhören zu arbeiten, auch im Kopf! Nicht weiter über Projekte, Ziele oder Aktivitäten nachdenken, sondern komplett aufhören und voll in der Nicht-Arbeitszeit präsent sein. Das ist gar nicht so schwer. Ein Selbstorganisationssystem kann einem zum Beispiel helfen, die Gedanken loszulassen, ohne dass Angst entsteht. Die zweite Übung ist Nicht-Aktivität. Das heißt nicht Faulenzen! Es geht darum, unverplante Zeit zu erleben, in der nichts zu tun ist und in der es nichts zu erreichen gibt. Also nicht: Freizeitaktivitäten, nachdenken, Pläne schmieden, Freunde treffen usw. Sondern völlig zur Ruhe kommen und schauen, was passiert. Wenn wir das tun, stellt sich Balance von selber ein.

wegweiser_roell.jpg
[Photo: Martin Roell auf Flickr]

BP: Bleiben wir beim Thema: Im Vorgespräch haben wir uns länger darüber unterhalten, wie Stimmen und Stimmungen zusammenhängen. Also wie z.B. die eine Stimme in einem selbst sagt: “Ich muss ABC unbedingt erledigen!” die andere Stimme aber sagt: “Ich will lieber zuerst XYZ machen”. Gleichzeitig fühlen wir uns aber vielleicht nach “Spaziergang im Wald mit dem oder der Liebsten”. “Müssen, wollen, fühlen”. Ist die Kakofonie dieser Stimmen und Stimmungen für Webworker nicht das eigentliche Problem?

Martin Röll: Diese Stimmen im Kopf sind nicht das Problem. Sie sind einfach ein Zeichen dafür, dass Du ein Mensch bist. Wir sind alle voller unerfüllter Wünsche, schwankender Gefühle und wirrer Zielkonflikte. Das ist kein Problem, das ist menschlich. Das Problem ist Deine Beziehung zu diesen Stimmen: Wenn Du ihnen den ganzen Tag lauschst und ihnen folgst, dann bekommst Du wirklich ein Problem: Im Büro denkst Du: “Oh, ich wäre so gerne im Wald.” Beim Spaziergang im Wald denkst Du “Oh, ich muss im Büro noch…”. Das ist nicht sehr geschickt: Deine Arbeit wird schlechter werden und Deine Liebste auch nicht sehr froh mit Dir sein. Es gibt nur einen Weg da raus: Präsenz. Nimm die Stimmen wahr, aber beachte sie nicht zu sehr. Sei da, wo Du bist, voll präsent. Beim Arbeiten: nur Arbeiten. Beim Gehen im Wald: Nur Gehen. Die Frage ist immer die gleiche: Was ist JETZT zu tun? Tu das. Lass die Stimmen reden.

BP: Welche drei Orte im Web inspirieren dich aktuell am meisten?

buddhist-podcast.pngMartin Röll:

Der Buddhist Geeks Podcast, bookmooch.com und… Facebook! Ich weiß nicht, was mich daran so fasziniert, aber irgendwie lässt es mich nicht mehr los.

BP: Lieber Martin, vielen Dank für das Interview.

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Di

29

Apr

2008

Kosmars Twitter-Top-Tipps

Endspurt in unserem Twittermania-Schwerpunkt. Heute ist Kosmar zu Gast und und stellt seine handverlesenen Top-Twitter-Tools und Anwendungen vor. Dass Kosmar selbst twittert ist so selbstverständlich wie der Sonnenauf und -untergang. Wie er twittert, erfährt man drüber bei den Twitteraturkritikern. Nun aber Kosmar:

kosmar.pngEs gibt so unglaublich viele Drittdienste, die sich um Twitter geschart haben, dass es fast schon eine unmöglich Aufgabe ist, den Überblick zu behalten. Die meisten finden sich im Fanwiki, alle auszuprobieren ist aber nur unter Verwendung eines Jahresurlaubs denkbar. Daher bin auch ich quasi gezwungen mich hier auf jene Anwendungen und Webdienste zu beschränken, die ich selbst interessant finde und zum Großteil auch benutze.

Hashtags und Suchen

Das Auszeichen von Tweets mit sogenannten Hashtags (etwa #twitter oder #lol) ist gerade im ordnungsliebendes Deutschland relativ beliebt. Dabei kann man Serien von Tweets sammeln. Ich selbst pflege zum Beispiel gerne den Twitter-Geburtstagskalender mit #hpybdy oder zeichne meinen letzten Tweet des Tages gerne mit #n8 aus. Man muss um bei hashtags.org mit gelistet zu werden dazu @hashtags folgen, twemes.com besorgt sich die Daten anscheinend irgendwie anders. Richtig interessant werden Hashtags, wenn sie zu Events wie etwa der letzten re:publica eingesetzt werden, siehe #rp08. Man kann hoffen, dass Twitter diese Funktion selbst auch irgendwann mal unterstützt, ich selbst glaube das aber nicht wirklich.

Nicht nur für Hashtags, sondern eine möglichst umfassende Volltextsuche wäre im Grunde für Twitter selbst ein denkbar geringes Problem. Solange dies aber dort nicht umgesetzt wird, haben sich auch an daran Dritte gemacht um die Funktion abzubilden. Im Moment sind die besten Suchmaschinen für Twitter Tweetscan und Summize aber auch Google durchsucht Twitter ganz vernünftig. Flaptor ist eine weitere Suche. Sie kann aber auch Verlaufstrends von Erwähnungen anzeigen. Reine Nennungshäufigkeit vergleichen macht tweetvolume.

Statistik und Konversation

Tweetstats gibt Auskunft über das Twitterverhalten des Einzelnen. Tweeterboard und Twitterholic ist sicher nur für Profitwitterer interessant, bei TwitDir oder im Twitterverse kann man ab und zu mal rumstöbern, Twitterposter ist leider etwas buggy, aber die Idee ist toll. Richtg toll ist die Idee die Konversationen die als @reply in twitter ja oft nur bruchstückhaft nachvervollgbar sind komplett abzubilden. Das macht Quotably. Hier kann man auch direkt von der Site aus mittwittern. Man sollte nur drauf achten, dass die Diskussion nicht ewig zurückliegt, sonst fällt dem Adressaten die Zuordnung schwer. Rivva versucht etwas ähnliches gerade nur für deutschsprachige Tweets zu bauen. Prima. Auch prima ist Tweetburner, der über den URL-Shortner Twurl mitschneidet, wieviele Klicks auf getwitterte Links stattfanden.

Bilder:

Fotos twittern, welch´ Idee! Zum Glück gibt es Twitpic. Der Clou hier: Man kann sich mit dem Twitterpasswort dort anmelden und die Kommentare werden dann direkt aus Twitpic als @reply getwittert. Großartig. Die Kommentare können übrigens mehr als 140 Zeichen haben.

Desktop-Client

Twitteriffic war für Mac wohl der erste wirklich brauchbare und populäre Client, der eine Schnittstelle als eigener Client darstellt. Er ist für den Anfang auch recht brauchbar, blendet seit einiger Zeit Werbung ein, die man durch eine Gebühr auch wieder wegbekommt. Für Windows und Mac sind einige mit Abobe-Air umgesetzte kostenlose Programme auf dem Markt. Ganz neu ist da der total einfache Client Birdy für Wenigtwitterer. Eine Zeitlang gab es ein Duell zwischen Snitter und Twhirl, was die Funktionalitäten angeht. Das hat Twhirl mittlerweile für sich entschieden, wenn es um wirklich umfassendes multimediales Rumtwittern geht. Damit kann man nicht nur mehrere Twitteraccounts zugleich bespielen. Es wird zudem Crossposting zu Pownce und Jaiku angeboten. Außerdem eingebaut: Suche mit Tweetscan, verlinkung von Hashtags, Filtern der Timeline, bequemes Antworten per öffentlichem @ und privatem D, Favorisieren von fremden und Löschen von eigenen Tweets, drei verschiedene URL-Kürzungsdienste inklusive Twurl, Bilderposting mit Twitpic und durch den Kauf der Software durch Seesmic wird es wohl bald auch Videoposting in Twhirl geben.

Auf dem Handy

Das man per SMS über eine britische Nummer twittern kann, sollte bekannt sein. Die meisten Sony-Ericcson und Nokia-Besitzer können mobil aber auch per Datenleitung (Tarif beachten!) und Symbian-Applikation twittern. Der cellity-Tweeter stellt die wichtigesten Funktionen zur Verfügung. Twibble ist hier jedoch momentan mein Client der Wahl. Bequemes @ und d, Favoriten setzten, und als Alleinstellung: Unterstützung von GPS oder manueller Ortangabe per L:Ort: Syntax und dazu kann ich dann den Standort meiner Followings auf einer Karte sehen, auf dem Handy!. Wer lieber per Wap oder Web-Browser (etwa Opera Mini) unterwegs ist nutzt entweder m.twitter.com oder twitstat.com/m, das zusätzlich noch Die Buddyicons anzeigt. Beides ist auch am Desktop übrigens, etwa in
der Firefox-Sidebar geladen, eine gute Alternative zur Twitter-Website. Neu dabei ist slandr. Mal ausprobieren.

Iphone / Ipod touch

Speziell für diese Geräte gibt es optimierte Lösungen. Als Websites im Browser hat man die Wahl zwischen twitterforiphone, pockettweets und hahlo.com. Wer auf die Garantie des Geräts keinen größeren Wert gelegt hat, kann auch die Anwendung Twinkle installieren. Den Installer-URL findest du sicher selbst. Der Hit hierbei: man kann Tweets aus der Umgebung finden und Bilder hochladen. Toll.

Erweiterungen für Firefox

Hier ist vor allem Twitbin beliebt, Twitterfox lohnt sich aber auch mal anzuschauen. Und Twittytunes ist prima, wenn man Links posten will, oder was man gerade für Musik hört. Powertwitter kann dagegen auf der Twitter-Website Inhalte von Youtube und Flickr direkt anzeigen und löst TinyURLs in Klartext auf. Nützlich.

Karten und so

Twittervision ist ja ein recht alter Hut. Twittearth ist nicht viel mehr, dafür neu … zumindest eindrucksvoll. Sinnvoller ist Youtwit, das zeigt die Tweets deiner Follower auf einer Karte. Richtig sinnvoll ist dagegen Twitterlocal, das einen Feed der Tweets aus einer Umgebung erzeugt.

Und

Zum Schluss noch ein paar Links die in keine Kategorie passen, aber sehenswert sind: Twitterblacklist zeigt per Greasemonkey-Skript die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein neuer Follower als Spam einzustufen ist.

twitterlinkr und Intwition zeigen welche Links getwittert werden.

Bundesligaergebnisse gibt´s bei @bundesliga und @timer ist die beste Eieruhr.

Auf dem Laufenden bleibt man am besten mit @twtooltrack, @twittes (Website) oder auf dem neuen twitterdings.de. Das Wiki ist hier und meine Linksammlung hat auch schon mehr als 100 Einträge.

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Di

29

Apr

2008

Offener Brief: Das Internet schreibt zurück

Tim Pritlove hat einen von Pavel verfassten, offenen Brief des Internet an unsere Bundeskanzlerin veröffentlicht. Den Volltext gibt es als layoutetes PDF hier zum Download, den Text zum direkt nachlesen bei Tim im seinem Blog The Lunatic Fringe.

Die Blogpiloten hatten hier ja schon von den aktuellen Überlegungen gesprochen, Internetsperrungen für “Verbrecher” einzuführen. Nein, nicht Verbrecher im Sinne von “Steuerhinterzieher, Dieb, Mörder“, sondern im Sinne von: Da hat jemand Musik und Filme aus dem Internet herunter geladen, und das darf er nicht qua Rechteindustrie und wird deshalb vom digitale Leben ins analoge Leben ausgesperrt (so der Plan).

Der offene Brief von Pavel ist eine Reaktion auf diesen offenen Brief der vom Untergang betroffenen bedrohten Film- und Musikindustrie, die sich an die Kanzlerin gewendet hatte, um Druck Vorschläge zu machen, wie man dieses Internetdings endlich kontrollieren oder einfach ganz abschalten kann, um Rechtsverletzungen Einhalt zu gebieten.

Die Sach-, Fakten- und Befindlichkeitslage in diesem Gemenge ist schnell erzählt und vielerorts nachzulesen, zum Beispiel bei Markus in der Netzpolitik. Leseempfehlung hier, hier und hier.

Interessant finde ich, wie schon in anderen Fällen, wie sich eine kleine, aber reichweitenstarke lose Netzwerkstruktur von Bloggern um diese Themen formiert, konstruktive - wenn auch manchmal dennoch recht launig vorgetragene - Vorschläge macht, zurücksendet, den Diskurs, den Dialog sucht. Und dabei doch meist immer noch mit Missachtung gestraft wird. Das schöne ist, diese Missachtung prallt an diesen losen Netzwerken ab und macht diese meiner Beobachtung nach eher noch stärker für aktuelle aber auch künftige Aktionen.

Bei den Debatten um Urheberrechte, Netzneutralität, Creative Commons, Bundestrojaner etc. zeigt sich zusehends, dass sich zwischen all dem Rauschen im Netzwald eine kritische Maße zu formieren beginnt, die als Kollektiv (so zerstritten und unterschiedlicher Meinung man sich intern dennoch ab und an sein mag), die Position(en) bezieht, erwachsener wird, als es die Schweinehirten der frühen Blogosphäre waren (Jede Woche eine andere Sau!).

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Di

29

Apr

2008

Vom Ego-Surfing zu “Goolge-Me” The Movie

Ego-Surfing? Okay, macht wohl jeder ab und zu. Auf die Idee, die gefundenen Treffer, die sich nicht auf die eigene, sondern eine andere Person mit gleichem Namen beziehen, im echten Leben zu besuchen, zu interviewen und daraus einen Film zu machen, kann man eigentlich nur kommen, wenn man nichts Besseres zu tun hat. So geschehen im Fall von Jim Killeen. Hier ist sein Film bei Youtube, 90 Minuten…


Website zum Film!

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Mo

28

Apr

2008

Interview: Twitkrit - Die Twitteraturkritiker

twitkrit.png

“Wir wollen all die kleinen Schätze bergen, die uns tagtäglich ins Haus zwitschern und uns ihrer so annehmen, wie sie es verdienen: auf einer literaturkritischen Ebene.”[Link]

Gestern startete Twitkrit, die Seite für Twitteraturkritik. Im Skypechat sprach ich mit den Machern @Bosch und @MSPRO über die Idee und Ziele hinter Twitkrit sowie über Twitter aus literaturtheoretischer Sicht. Wer vorher schnell reinschnuppern will, dem sei das erste Twitterportrait zu @kosmar empfohlen.

Blogpiloten: Wie kam es zur Idee von TwitKrit?

@Bosch: Es war so, wie mspro es in seinem Blog beschrieben hat.

@MSpro: Es war auf Sascha Lobos Followerparty. Dort hatte er einen Beamer aufgebaut auf dem seine Timeline automatisch aktualisiert durchlief. Da waren wieder einige witzige Posts drauf. Und es wurde dort sehr sichtbar, wie vergänglich doch diese Kleinode ins Nirvana versendet werden. Ich glaube, daher kam die Idee.

< Einschub > Video von Sascha Lobos Followerparty auf Vimeo inklusive Twitterwall!



Antimaterie from markus jakobs on Vimeo.

@Bosch: Alles fließt - und bei Twitter leider oft viel zu schnell an einem vorbei.

@MSpro: Es gibt die Favoritenfunktion die ich leider erst spät für mich entdeckt habe. Aber auch dort verschimmeln die Tweets ja eigentlich. Ein Blog für Literaturkritik auf Twitter - Nanoprosa - erschien dann als genau das richtige Medium.

Blogpiloten: Twitteraturkritik…. Wo seht ihr die zentrale Herausforderung 140 Zeichen literarisch zu besprechen?

@Bosch: Die nächste Frage bitte!

@MSpro: Twitteraturkritik ist aber verdammt gut.

Blogpiloten: Kommt in die Überschrift des Beitrags…

@Bosch: Dürfen wir das verwenden?

Blogpiloten: Klar! Aber zurück zur Frage…

@MSpro: Also ich denke auf langer Strecke wird es eine Herausforderung sein, originell zu bleiben. Ich hoffe, wir verschießen unser Pulver nicht all zu schnell. Aber wir haben deswegen ja auch gleich mehrere besondere kreative Autoren.

@Bosch: Man darf sich nicht nur den Highlights widmen, sondern wir wollen auch die Schattenseiten aufzeigen. Es soll eine gesunde Mischung aus großen Tweets, aber auch den stilleren Beiträgen werden, die wir vorstellen wollen. Also auch Beiträge, die sonst im Fluss vorüberziehen würden.

Blogpiloten: Euch beim Spreu-vom-Tweet-trennen helfen? Crowd-Tweet-Sourcing?

@Bosch: Selbstverständlich. Wir sind für Hinweise immer dankbar. Schließlich können wir nicht allen Twitterern folgen. Sachdienlich Hinweise gern an mail@twitkrit.de. Wir werden regelmäßig Gastautoren einladen. Auch das soll zu unserem “Konzept” gehören. Wir haben es uns so vorgestellt: Unter der Woche werden einzelne Tweets vorgestellt und am Wochenende etwas ausführlicher das Lebenswerk eines Twitterers.

@MSpro: Jeder kann gerne Gastautor werden, wenn er einen Tweet oder einen Twitterer besprechen möchte. Die Sonntägliche Kolumne wollen wir von Gastautoren schreiben lassen. Weil, wir sind ja auch ziemlich faul. Wir sind sowieso noch sehr gespannt gerade: die erste Tweetkritik wird in diesem Moment von PickiHH verfasst.

Blogpiloten: Informiert ihr die reviewten Twitterer im Vorfeld?

@MSpro: Nicht unbedingt. Aber auf jeden Fall dann, wenn sie protected Tweeten. Den Rest erfahren sie dann aus ihrem Posteingang, in dem sich die neuen Follower stapeln.

@Bosch: Ja, aber wir werden auch gnadenlos diejenigen vorstellen, die in ihrer Entwicklung auf dem Herrenklo verharrt sind. Man kan als Kritiker nicht immer gut Freund mit allen sein. Im twitterarischen Quintett wird es auch Kontroversen geben. Wir haben das auch diskutiert: Offene Tweets werden wir uns ohne Rückfrage vornehmen. Auf geschützte Tweets werden wir nur nach Absprache mit dem Autor zurückgreifen. Sollten unsere Finger einmal zu tief in die Wunde gelegt haben oder sich jemand auf den virtuellen Schlips getreten fühlen, sind wir gesprächsbereit. Wir wollen ja niemanden vorführen.

@MSpro: Bei heiklen Sachen würden wir natürlich auch vorher nachfragen. Das kann man dann ja schon einschätzen, denke ich.

Blogpiloten: Thema Literaturtheorie! Wie verortet ihr Twitter/ Tweets literaturtheoretisch?

@Bosch: Diese Frage gebe ich an mspro weiter. (und geht schnell zur Wikipedia um gleich noch was schlaues zur Literaturtheorie sagen zu können.)

@MSpro: Also am verwandtesten ist das Twittern sicher mit dem Haiku. Dort ist es eine Silbenbegrenzung, hier eine Zeichenbegrenzung mit der man arbeiten muss, die aber gleichzeitig auch die Kreativität anregen kann.

@Bosch: Das Übliche, wir werden uns den Tweets gemäß: 1. Autorenzentrierte Theorien, 2. Textzentrierte Theorien, 3. Leserzentrierte Theorien, 4. Codezentrierte Theorien, 5. Kontextzentrierte Theorien zuwenden. Habe das gerade mal aus der Wikipedia geholt. — Ja, wobei das Twittern nicht so strenge Formen hat wie das Haiku. Twitter ist mehr so etwas wie Haiku 2.0.

@MSpro: Ganz ehrlich: wir haben uns über Literaturtheorien keinen Kopf gemacht. Aber Björn Grau ist Literaturwissenschaftler. Vielleicht kommt von ihm demnächst etwas Substanzielles

@Bosch: Ich hoffe immer noch auf das erste Literaturcamp, auf dem ich vielleicht etwas Nachhilfe in Sachen Literaturtheorie erhalte.

Blogpiloten: Nach welchen Kriterien habt ihr eure Co-Autoren ausgewählt?

@MSpro: Also von Björn Grau kenne ich das Blog schon seit langem. Und er twittert auch sehr gut. Außerdem ist er Literaturwissenschaftler.

@Bosch: So haben wir schon einmal etwas Kompetenz im Team.

@MSpro: Loretta Lametta ist eine Wahnsinnige. Sie Twittert von ganzem Herzen und fördert eine sprachliche Kreativität zu Tage, die ihres Gleichen sucht. Außerdem ist sie ein echter Fan.

@Bosch: Loretta Lametta ist der neue Stern am Twitterhimmel. Sie ist aus dem Nichts gekommen und hat das Twitterversum im Sturm erobert. Außerdem hat sie ein tolles Blog. Und Picki musste einfach dabei sein. Die Frage hat sich gar nicht gestellt. Von Anfang an war klar, dass es ohne sie nicht geht. Außerdem saß sie neben uns als die Idee zu twitkrit entstand.

@MSpro: PickiHH ist ein Twitterurgestein. Ein bisschen wie Kosmar. Außerdem ist sie ist unsere Quoten A-twitterin

@Bosch: Genau, vor dem IPO muss erstmal Reichweite her. Aber im Ernst: Wichtiger als ihre vielen Follower ist uns Picki als Mensch.

Blogpiloten: Wann twittert ein Twitterer gut?

@MSpro: Bosch, willst du?

@Bosch: Michael nun sag schon, das Konzept des Guttwitterns ist schließlich von Dir.

Blogpiloten: Um die Frage kommt ihr als Kritiker jetzt nicht herum!

@MSpro: Ganz ehrlich: ich weiß es nicht. Es gibt Tweets, die mir gefallen, aus ganz verschiedenen Gründen.

@Bosch: Ich würde einfach sagen: gut twittert, wer gut twittert. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

@MSpro: Im Grunde ist twitkrit ein Projekt um genau das rauszufinden. Was begeistert einen an einem Tweet?

@Bosch: Oder: was stößt einen ab.

@MSpro: Oder so.

Blogpiloten: Finde ich eine zufrieden stellende und passende Antwort. ich hasse normative Wertungen. Ich will Diskurse, Diskurse, Diskurse. Twitkrit wird dazu sicherlich ein spannender Ort werden.

@MSpro: Genau darum geht es… Den Sinn dessen zu entdecken, was man tut!

Blogpiloten: Ich danke euch für das Interview!

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Mo

28

Apr

2008

Das Real-Life als Gefängnis - zur Debatte um Internetsperrungen

Im Blindflug über, durch und an der Onlinewelt vorbei kochen von Seiten der Politik gerade wieder hanebüchene Forderungen hoch, die etwas trauriges Beweisen: Die Macht der Industrie über die Politik, und das Komplettversagen der Souffleure, die Angela Merkel oder auch Kulturstaatsminister Bernd Naumann unsägliches zuflüstern.

Worum geht’s?

Die Kriminalisierung hunderttausender Internetnutzer, die nach Ansicht der Musik- und Filmindustrie die von Ihnen gralsgehüteten Urheberrechte der Künstler verletzten würden. Die Rechteindustrie heult, die Bundesregierung tröstet!

Was wird gefordert?

Die Rechtevermarkter wollen härtere Regelungen bei der (Straf-)Verfolgung von “Tätern” durchsetzen. Die Politik deutet an, dass Internetsperrungen hier ein probates Mittel sein könnten. Heißt: Alle digitalen Leitungen in Richtung Internet werden für die “Verbrecher “gekappt, man sperrt damit insbesondere Jugendliche ins nicht-digitale Leben aus. Dass in der modernen Jugendkultur Medien zum Grundbedürfnis, zum Lifestyle und zum Lernstyle gehören, wird dabei schlcihtweg übersehen. Die Aussperrung offenbar gerne in Kauf genommen. Je drakonischer desto besser, so scheint es. Was dazu wohl StudiVZ und Co. sagen werden???

Wo liegt der Hund eigentlich begraben?

Wie bereits lange bekannt, haben Musik- und Filmindustrie nahezu komplett verschnarcht, was die rasante Verbreitung und Weiterentwicklung des Internet für ihre Industrie heißt. Eine größer werdende Zahl von Nutzern wünscht sich eben nicht die auf eine überteuerte Silberscheibe gepresste Schund-CD mit 1-2 Gassenhauern und 8 Schrottliedern, sondern mehr Entscheidungsfreiheit. Die Titel, die Episoden, die Filme, die ich hier und jetzt sehen will und für die ich auch bereit bin zu zahlen. Apple’s iTunes-Modell hat es doch beispielhaft vorgemacht, wie gut es funktionieren kann, wenn man die Kundenbedürfnisse erkannt und in eine nutzbare Form gebracht hat.

Wie geht es weiter?

Die Chance, dass man sich in der Frage der Urheberrechte auf Seiten der Rechteindustrie und der Politik mal in einer Art und Weise an einen Tisch zusammensetzt, wie es im Sinne der Endverbraucher und Künstler sinnvoll wäre, stehen leider sehr gering. Auch die Chancen, dass Künstler und Endverbraucher mit gleichberechtigter Stimme mit am Tisch sitzen werden, stehen nicht sonderlich gut. Was bleibt ist die Suche nach 1. dem Dialog und 2. der Suche nach alternativen Lösungen, die die großen Rechtehüter und die ewiggestrige Politik aus der Gleichung heraus kürzen und ein Modell finden, das für Künstler wie Endkunden von Vorteil ist.

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Sa

26

Apr

2008

BarCamp Offenburg Live!

aktuell kein Stream!

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Sa

26

Apr

2008

Twitter-Werte! Mit mehr VC zu mehr Professionalität?

Wie ich eben beim Sillicon Alley Insider gelesen habe, twittern die Spatzen wieder neue Zahlen rund um den Wert von Twitter von den virtuellen Dächern. Twitter selbst, so ein paar Spatzen, sieht seinen Wert bei 150 Millionen $. Hat hier bisher aber offenabr noch keinen Geldgeber gefunden. In der Meldung beim SAI heißt es:

We hear the company is talking to the “usual suspects” — we assume this means existing investors like Union Square Ventures and Charles River Ventures, as well as players like Spark Capital — and hopes to have a deal done soon.

Unklar bleibt weiter das Geschäftsmodell von Twitter. Die anderen Probleme wie etwa Skalierung etc. bekommt man nur schleppend in den Griff. Gleichzeitig brummen rings um Twitter-API bereits unzählige coole Anwendungen, die ihrerseits bereits fleißig an Skalierung, Geschäftsmodellen und Reichweite basteln. Die Meldung von dieser Woche, dass Twitter in seiner japanischen Ausgabe inzwischen Werbung schaltet, zeigt zwar zaghaft an, dass man auch hier das gute alte Geschäftsmodell implementiert, aber das wird sicher kurz- und mittelfristig nicht reichen, um Twitter auf solide Beine zu stellen.

Bottum-Line: Die Twittermacher müssen sich schnell professionalisieren, mehr Geld mag da helfen, aber auch personell muss sich dringend etwas tun. Wer in so kurzer Zeit so eine starke Marke und so viel “Buzz” erzeugen kann, wird wohl kaum in die Geschichtsbücher eingehen wollen mit dem Vermerk: Neue Kulturtechnik erfunden, aber grandios mit der Vermarktung gescheitert.

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Sa

26

Apr

2008

Chatprotokoll: Christina Cassala von Deutsche-Startups.de

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Moderator: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Christina Cassala, Redakteurin und Bloggerin bei Deutsche-Startups.de, unser Gast. So, bei uns in Berlin ist es jetzt 19:00 Uhr. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?

Christina Cassala: Ja, das können wir. Dann mal los!

Moderator: Hier kommt die erste Frage:

Sanders: Wie bist du zu deutsche-startups gekommen?

Christina Cassala: Journalisten haben ein großes Netzwerk, so dass ich Alexander Hüsing,
den Chefredakteur von deutsche-startups, schon kannte und er mich recht bald nach Start seiner Seite fragte, ob ich ihn unterstützen könne. Das war im Sommer letzten Jahres.

Peter: Wie genau arbeitet deutsche-startups eigentlich, wie sieht ein regulärer Tag bei euch aus?

Christina Cassala: Das Schöne an unserem Beruf ist, dass kein Tag wie der andere ist.
Aber ich will versuchen, so etwas wie einen “idealtypischen” Tag zu zeichnen: Wenn wir morgens an den Rechner gehen, dann lesen wir natürlich erst einmal die Tagespresse, verwandte Blogs, Wirtschaftsseiten etc. um zu wissen, was in der Branche so los ist.Danach besprechen wir uns häufig, wer welche Themen besetzen wird, so dass wir dann bis Redaktionsschluss, den es online ja nur bedingt gibt, recherchieren, telefonieren und schreiben. Nicht selten sind wir zusätzlich auf Terminen und verabredet, um sich mit Gründern zu treffen. Außerdem klingelt ab und an und recht häufig das Telefon bei uns.

Pauli: Was fasziniert dich so an Internet-Start-ups?

Christina Cassala: Es ist spannend, junge Gründer kennen zu lernen, die den Mut haben, sich mit einer Idee, von der sie überzeugt sein müssen, um eine Chance zu haben, in der Web-Welt Fuß zu fassen und zu begleiten. Außerdem finde ich es wirklich faszinierend, wie viel mittlerweile im Netz stattfindet. Als ich damals das erste Mal im Internet war, hätte ich das nicht für möglich gehalten.

Moderator: Unsere Nutzer konnten schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am besten bewertet:

Bruno: Was muss ich beachten, bevor ich ein Start-up starte?

Christina Cassala: Ich denke, das A und O ist eine ausgezeichnete Idee, die das Potenzial hat, Umsatz zu generieren. Wichtig ist zusätzlich